Lithobius Acherontis, K. W. Verhoeff, 1900

K. W. Verhoeff, 1900, Beitrage zur Kenntniss paläarctischer Myriopoden. XV. Aufsatz: Lithobiiden aus Bosnien, Herzogovina und Dalmatien, Berliner ent Zeit 45, pp. 153-179: 163

publication ID

Verhoeff-1900-Lithobius-acherontis

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/882A681C-49DD-1C28-1545-AA5B814A2A07

treatment provided by

Teodor

scientific name

Lithobius Acherontis
status

n. sp.

3. Acherontis  n. sp. (♀)

Körper einfarbig schön chitingelb, 33 1/2 mm. lg. mit 21 mm. langen 74 gliedrigen, behaarten Antennen. Die Glieder sind im ersten und mittleren Drittel meist breiter als lang, im Enddrittel länger als breit.

1+14 Ocellen jederseits, schwarz abstechend. Kieferfussplatten mit 9+9 Zähnchen.

14. Beinpaar /1. 1. 3. 2. 1. Hüfte mit 2 Seitendornen.

15. Beinpaar grösstenteils abgebrochen, die Hüften unten mit einem, an den Seiten mit 3 Dornen. ♀ mit 2+2 Sporen, Genitalklaue mit einfacher Spitze.

Kopf und Rückenplatten zerstreut fein punktirt, recht kurz behaart.

Nur die 9. 11. und 13. Rückenplatte mit spitzen Fortsätzen, die 14. hinten gerade abgestutzt. Hüftdrüsen sehr zahlreich.

Vorkommen: Diese schöne Mittelform zwischen caesar  und leostygis  fand ich tief zwischen Steintrümmern, deren Zwischeuräume teilweise mit Humus erfüllt waren, in einer prachtvollen Höhlendoline südwestlich von Trebinje, welche ich Acheron-Schlund nennen will (im Volksmunde heisst sie Provalija).

Vielleicht lässt sich dieses Tier als Rasse des caesar  aufführen, um das zu entscheiden, muss aber erst das ♂ entileckt werden.

Die Phylogenie in Bezug auf leostygis  und caesar  liegt jedenfalls ganz klar:

caesar  acherontis  leostygis 

Auch der Aufenthaltsort, tief in den Spalten einer Doline ist ja ein Mittelding zwischen der oberirdischen Lebensweise des caesar  (auf Korfu) und der unterirdischen des leostygis  .