Tetrogmus caldarius

Roger, J., 1857, Einiges Ueber Ameisen., Berliner Entomologische Zeitschrift 1, pp. 10-20: 15-17

publication ID

4093

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/838A7F22-7D90-83AC-7A32-821097F1705F

treatment provided by

Christiana

scientific name

Tetrogmus caldarius
status

 

Tetrogmus caldarius  HNS 

(Zwitter): Laenge 2 2 / 3 mm. Linke maennliche Seite. Kopf schwaerzlich. Die schwarze Farbe tritt auf dem Scheitel, um die Punktaugen, am entschiedensten, gegen die Netzaugen am schwaechsten hervor, so dass die Umgegend der letztern und die Unterseite des Kopfs wieder mehr gelb sind.

Die Stirne und der Scheitel sind laengsgestreift, die Umgegend der Augen ist netzmaschig. Sculptur etwas staerker wie auf der rechten Seite.

Netz auge gross, wenigstens um ein Drittel groesser als das der weiblichen Seite.

Punktauge. Das links und das in der Mitte stehende Punklauge gross, kugelig, fast doppelt so gross wie das der rechten Seile.

Fuehler viel laenger als der weibliche Fuehler, blass gelb. Der Schaft sehr kurz, so dass derselbe, horizontal nach aussen gerichtet, nur bis zum Seitenrande des Kopfs reicht. *)

Fuehlerfurche fehlt. Statt ihrer findet sich um die Fuehlereinlenkungstelle nur eine nach oben winklig ausgezogene glatte Grube.

Kiefer viel kleiner, schwaechlicher als die der rechten Seite. Am Innenrande einige starke Zaehne.

Rechte weibliche Seite.

Kopf roethlich gelb, heller wie sonst beim [[ queen ]], seine Sculptur etwas schwaecher als gewoehnlich.

Fuehlerschaft nochmal so lang als der der maennlichen Seite. Fuehlerfurche sehr deutlich, deutlicher als gewoehnlich.

Die schwaerzliche Faerbung, das grosse Netzauge, die hervorspringenden, Quarzkoernchen aehnlichen Punktaugen, der lange Fuehler mit ganz kurzem Schafte, der Mangel einer Fuehlerfurche, der kleine Oberkiefer sind die in die Augen fallendsten, charakteristischsten Unterschiede.

Nicht weniger interessant ist die verschiedene Bildung des Thorax.

Die maennliche Seite ist naemlich stark nach oben gewoelbt, waehrend die weibliche, wie gewoehnlich, ganz flach ist, so dass diese von jener ganz deutlich ueberragt wird. Die linke schwaerzlich angeflogene Seite ist ziemlich glatt, an einigen Stellen glaenzend, und traegt vom Vorderrande an bis zum Metanotum eine schwach bogenfoermig laufende, deutlich eingegrabene feine Linie. Die rechte Thoraxhaelfte ist die gewoehnliche weibliche, nur ist die Sculptor etwas zarter. Die Fluegel fehlen, die Fluegelansaetze sind jedoch deutlich.

Die maennliche Seite ist gefluegelt. Die Fluegel sind aehnlich denen von Leptothorax  HNS  , jedoch fehlt an ihnen der innere Cubitalast gaenzlich, und die Costa transverso-media ueberragt nur noch ein Weniges die Cellula discoidalis clausa. Die Fluegel sind ganz wasserhell und das Stigma ist sehr blass.

Schenkel und Schienen der maennlichen Seite sind blassgelb, und uebertreffen an Laenge die der weiblichen Seite fast ums Doppelte.

An den beiden Knoten des Stielchens und am Hinterleib (dessen Spitze uebrigens zerbrochen ist) findet sich nichts Bemerkenswerthes.